"Was weh tut, wächst!" Eine alte Phrase am Pranger

Von Aaron Horschig

Stellen Sie sich vor, Sie haben die Möglichkeit, Ihren Traumsportwagen zu fahren. Sie setzen sich hinein, und wenn Sie auf das Pedal treten, spüren Sie die Kraft, die Sie in den Sitz drückt. Nach ein paar Stunden Fahrt schauen Sie auf das Armaturenbrett und sehen, dass die Kontrollleuchte für den Motor aufleuchtet. Das erschreckt Sie ein wenig. Sie sitzen in einem sehr leistungsstarken und teuren Auto. Du sollst doch aggressiv fahren, oder? Was ist damit?

Dein Körper ist ein so schöner Sportwagen. Und der Schmerz ist sein Kontrollmotor. Das oben beschriebene Szenario trifft auf Sportler auf der ganzen Welt zu, unabhängig von ihrem Leistungsniveau.

Wie gehen wir derzeit mit Schmerzen um?

Athleten tun alles, um Höchstleistungen zu erbringen. Wenn der Tag des Wettkampfs kommt, beißen viele von ihnen die Zähne zusammen und ertragen die Schmerzen. Das ist das Motto, das uns die meiste Zeit unseres Sportlebens eingebläut wurde. Ohne Fleiß kein Preis - was weh tut, wächst.

Ganze Unternehmen haben begonnen, diesem Motto zu folgen. Wir maskieren den Schmerz auf brillante Weise. Wir kleben uns vor den Spielen Schützer auf die Knie, tragen Hosenträger und schlucken Pillen, um den Schmerz erträglich zu machen. Obwohl diese Mittel es vielen von uns ermöglichen, weiterhin an Wettkämpfen teilzunehmen, ist dies eine zweischneidige Waffe.

Vorübergehende Hilfsmittel sind für viele Sportler zu Dauerlösungen geworden. Ich kenne Sportler, die nicht einmal eine einzige Trainingseinheit ohne die warme Salbe überstehen können.

Heutzutage werden wir mit Werbung bombardiert, die verkündet, dass Schmerzen uns nicht auf die Bank setzen sollten. Sie stellen Rücken-, Handgelenks- und Schulterschmerzen als bloße Unannehmlichkeiten in unserem geschäftigen Leben dar. Eine Pille oder eine kleine elektrische Stimulation kann uns helfen, wieder unseren Hobbys nachzugehen. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, welche langfristigen Folgen ein solcher Ansatz haben wird?

Was ist Schmerz?

Schmerz ist ein Zeichen des Körpers, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wir beschreiben ihn gewöhnlich als ein scharfes, stechendes oder pochendes Gefühl. Er kann tief in einem Muskel oder einem Gelenk sitzen und wird oft durch Überlastung, schlechte Technik oder Entzündungen verursacht. Ein Aufwärm- oder Beweglichkeitstraining wird den Schmerz nicht lindern.

Eine Muskelzerrung nach dem Training ist kein Schmerz. Zerrungen können durch ein gutes Aufwärmtraining weitgehend beseitigt werden und sind eine natürliche Folge des Trainings. Wenn das Aufwärmen oder Abrollen Ihnen Erleichterung verschafft, haben Sie keine Schmerzen. Sie können hart trainieren. Sie haben nur eine Muskelzerrung.

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Wenn es sich lohnt, unter Schmerzen Sport zu treiben

Warum ist das eine so schlechte Idee? Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens sind Schmerzen ein Warnzeichen für ein aktuelles oder potenzielles Problem. Ja, manchmal muss man als Sportler Schmerzen ertragen. Wir können das Gleichnis mit dem Auto aufgreifen. Ein Rennfahrer hört nicht in der vorletzten Runde auf, weil seine Kontrollleuchte aufleuchtet. Er fährt das Rennen zu Ende.

Manchmal mag sich diese Strategie als richtig erweisen, aber wenn Sie sie ständig anwenden, kann das Ihrem Körper erheblichen Schaden zufügen. Der Physiotherapeut Gray Cook sagt, dass die Verwendung vorübergehender Schmerzmittel, wenn man nicht an Wettkämpfen teilnimmt, so ist, als würde man eine leuchtende Kontrollleuchte im Auto mit schwarzem Klebeband überkleben. Sie wird nicht aufhören zu leuchten, nur weil man sie ignoriert. Wenn Sie sich mit dem Schmerz abmühen, wird er eines Tages zu Ihnen zurückkommen. Das ist der Moment, in dem der Schmerz kommt.

Schmerz verändert auch die Bewegungsmuster. Der Körper wehrt sich so unbewusst gegen Verletzungen. Schmerzen beeinträchtigen die Koordination und Effizienz von Bewegungen. Er schränkt die Beweglichkeit und Kraft ein.

All dies hat tief greifende Auswirkungen auf Langhantelübungen. Der Versuch, durch Schmerzen zu gehen, ist keine gute Idee, vor allem nicht, wenn Sie schwere Gewichte in den Händen halten.

Fazit

Allzu oft betrachten wir Schmerzen als ein bloßes Ärgernis. Wir wollen ihn ausblenden, so tun, als gäbe es ihn nicht, und mit unserem Leben weitermachen. Ignorieren Sie die Signale Ihres Körpers nicht. Betrachten Sie Schmerzen als eine Gelegenheit, etwas an Ihrem Körper zu ändern, damit er lange Zeit sicher arbeiten kann.

Übersetzt von Jaromír Uhlíř

Ressourcen

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