Angst vor dem Fitnessstudio ist ganz normal… Wie kann man sie überwinden und den ersten Schritt machen?

Kennt ihr dieses Gefühl? Ihr steht vor der Glastür des Fitnessstudios. Drinnen klirrt es, laute Musik ertönt und alle sehen so aus, als wüssten sie genau, was sie tun. Sie bleiben stehen, werden von Nervosität übermannt und drehen sich lieber auf dem Absatz um, mit dem Gedanken: „Heute gehst du lieber nur joggen.“ Wenn Sie sich darin wiedererkennen, haben wir eine gute Nachricht für Sie: Sie sind nicht allein damit.

Die Angst vor dem Fitnessstudio, für die es im Englischen sogar einen speziellen Begriff gibt – „Gymtimidation“ (Einschüchterung durch das Fitnessstudio) –, ist völlig natürlich. Man betritt eine neue Umgebung, voller unbekannter Geräte und Menschen, die aussehen, als kämen sie direkt vom Cover eines Magazins.

Aber lassen Sie uns ein großes Geheimnis verraten: Niemand interessiert sich dort für Sie. Und das ist eigentlich die beste Nachricht der Welt. Wie können Sie also die anfängliche Panik überwinden und Ihr erstes Training genießen?

Inhalt des Artikels:

1. Machen Sie sich den „Scheinwerfer-Effekt“ bewusst

In der Psychologie gibt es den Begriff „Scheinwerfer-Effekt“. Das ist das Gefühl, dass ständig ein imaginärer Lichtkegel auf uns gerichtet ist und alle jeden unserer Schritte, unsere Schwächen und Fehler beobachten. Im Fitnessstudio gilt das doppelt. Wir haben das Gefühl, dass, wenn wir die Hantel falsch greifen, der ganze Raum innehält und anfängt, uns auszulachen. Die Realität: Alle im Fitnessstudio haben Kopfhörer auf, schauen im Spiegel auf sich selbst, zählen ihre Wiederholungen oder überlegen, was sie zu Abend essen werden. Jeder konzentriert sich auf sein eigenes Training. Niemand verurteilt dich.

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2. Das Laufband ist dein Beobachtungsposten

Wenn ihr hereinkommt und sofort in Panik geratet, weil ihr nicht wisst, wo ihr zuerst hingehen sollt, geht direkt in den Cardio-Bereich. Das Laufband oder der Heimtrainer sind Anlaufstellen, die jeder bedienen kann (einfach den großen grünen „START“-Knopf drücken). Gönnt euch dort 10 bis 15 Minuten leichtes Gehen. Dabei könnt ihr euch orientieren, euren Puls beruhigen und euch einen Überblick verschaffen. Ihr findet heraus, wo die Hanteln sind, wo die Geräte stehen und wo ihr etwas trinken könnt.

3. Gehen Sie mit einem klaren Plan hin

Das Schlimmste, was Sie tun können, ist, ziellos durch das Fitnessstudio zu schlendern und zu untersuchen, wie komplizierte Seilzüge funktionieren. Bereiten Sie Ihren Plan schon zu Hause vor. Notieren Sie sich auf Ihrem Handy drei oder vier einfache Übungen, die Sie ausprobieren möchten. Zum Beispiel:

  • 10 Minuten auf dem Ergometer
  • 3 Sätze Kniebeugen mit dem eigenen Körpergewicht (oder einer leichten Hantel)
  • 3 Sätze Lat-Zug
  • Bauchmuskelübungen auf der Matte

Sobald ihr alles abgehakt habt, könnt ihr mit gutem Gewissen gehen. Ihr habt eure Mission erfüllt.

4. Zieh dich so an, dass du dich wohlfühlst, nicht, um modisch auszusehen

Sie brauchen weder die neuesten nahtlosen Leggings noch ein Funktionsshirt für Tausende von Kronen. Das Fitnessstudio ist keine Modenschau. Zieh ein älteres, aber bequemes T-Shirt und eine Jogginghose oder Shorts an, in denen du dich sicher fühlst und die dich nicht einengen. Das Einzige, worauf es wirklich ankommt, sind saubere und feste Sportschuhe.

5. Nehmt einen Trainingspartner mit (oder Kopfhörer)

Geteilte Angst ist halbe Angst. Wenn du einen Freund oder eine Freundin hast, die bereits ins Fitnessstudio gehen, bitte sie, dich mitzunehmen. Sie zeigen dir, wie die Schließfächer funktionieren (das ist übrigens ein sehr häufiger Stressfaktor für Neulinge!), wo sich welche Geräte befinden, und geben dir Selbstvertrauen. Wenn du alleine gehst, setz dir Kopfhörer auf. Deine eigene Lieblingsmusik oder ein Podcast versetzen dich in deine eigene kleine Welt, und der Lärm um dich herum wird dich nicht so sehr stressen.

Fazit: Jeder Profi war einmal Anfänger

Selbst der muskulöseste Mann oder die durchtrainierteste Frau im Fitnessstudio hatte ihren „ersten Tag“. Sie waren verwirrt, wussten nicht, wie man den Sitz einstellt, und schämten sich. Den ersten Schritt zu machen, ist das Schwierigste. Aber wenn du ihn geschafft hast, wirst du feststellen, dass das Fitnessstudio eigentlich ein sehr freundlicher Ort ist, voller Menschen, die aus demselben Grund dort sind wie du – um an ihrer Gesundheit zu arbeiten.

Also pack deine Tasche, dein Handtuch und eine Flasche Wasser ein. Du schaffst das!

Möchtest du, dass wir am Ende dieses Artikels ganz unauffällig einen „Call-to-Action“ (Handlungsaufforderung) mit einem Link zu eurem Online-Shop einbauen, zum Beispiel mit dem Tipp, sich nach dem ersten Training mit einem guten Proteinpräparat zu belohnen?

Verwendete Quellen:

  • American College of Sports Medicine. (2018). ACSM's behavioral aspects of physical activity and exercise. Wolters Kluwer.
  • Clear, J. (2020). „Atomic Habits: Wie man gute Gewohnheiten aufbaut und schlechte ablegt“. Jan Melvil Publishing.
  • Gilovich, T., Medvec, V. H., & Savitsky, K. (2000). Der Spotlight-Effekt bei der sozialen Beurteilung: Eine egozentrische Verzerrung bei der Einschätzung der Bedeutung der eigenen Handlungen und des eigenen Aussehens. Journal of Personality and Social Psychology, 78(2), 211–222.

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