Die Wissenschaft trifft auf das Monster: Dorian Yates hat Huberman beim Rückentraining „vernichtet“ und verraten, wie er mit 63 Jahren wieder an Muskelmasse gewinnt

Wenn sich Andrew Huberman, der Vordenker des modernen Biohacking, und Dorian Yates, der Mann, der in den 90er Jahren den Begriff „Brutalität“ geprägt hat, im Fitnessstudio treffen, erwarten Sie keinen Vortrag an der Tafel. Erwarten Sie vielmehr Blut, Schweiß und überraschende Enthüllungen.

Der sechsmalige Mr. Olympia stemmt mit seinen 63 Jahren zwar keine Tonnen von Eisen mehr, aber seine Intensität ist geblieben. In einem neuen Video führte er den berühmten Neurowissenschaftler nicht nur durch sein legendäres Rückentraining, sondern verriet auch, wie er seine Schmerzen losgeworden ist, warum er moderne Bodybuilder nicht anerkennt und welche „weibliche“ Trainingsmethode ihn dazu brachte, um 2,5 Zentimeter zu wachsen.

Hier sind die spannendsten Ausschnitte aus ihrem Treffen.

Dorian Yates

„Lebe wie ein Hund“ oder das Geheimnis der Unsterblichkeit

Während Yates früher eine Muskelmaschine war, steht heute die Funktionalität für ihn im Vordergrund. „Ich bin 63, gehe auf die 64 zu und fühle mich besser als je zuvor“, behauptet The Shadow. Sein Rezept für geistige Gesundheit? Von Hunden lernen.

„Hunde beschäftigen sich nicht mit der Vergangenheit und haben keine Angst vor der Zukunft. Sie sind einfach da. Ich versuche, hier und jetzt die beste Version meiner selbst zu sein“, sagt Yates. Aber lassen Sie sich nicht von seiner Zen-artigen Ruhe täuschen – im Fitnessstudio ist er immer noch der gute alte Tyrann.

Schockierende Verwandlung: Wie ist Yates dank Pilates gewachsen?

Das hätte man von einem Mann, der sich einen Rücken wie ein Scheunentor aufgebaut hat, nicht erwartet. Dorian Yates macht keine schweren Kniebeugen mehr. Stattdessen ist er dem Pilates verfallen. Und das Ergebnis?

  • Keine Schmerzen: Trotz gerissener Bizeps- und Trizepsmuskeln und einer künstlichen Hüfte hat er nirgendwo Schmerzen.
  • Neue Körpergröße: „Dank Pilates und der Ausrichtung meiner Schultern habe ich mich aufgerichtet. Ich bin buchstäblich um einen Zoll (2,5 cm) gewachsen“, gesteht die Legende.
  • Training: Er trainiert nur noch zweimal pro Woche mit Gewichten (Oberkörper/Unterkörper). Der Rest besteht aus Cardio und funktionellen Übungen.

Aber wie trainiert man hart und vermeidet dabei in der Praxis Gelenkschmerzen?

Die Geschichte von Dorian Yates ist zwar eine enorme Inspiration, aber seien wir ehrlich – kaum einer von uns hat nach Jahren des Krafttrainings die Genetik eines sechsfachen Mr. Olympia und die Zeit, täglich unter Aufsicht von Spezialisten seine Körperhaltung zu korrigieren. Die Realität eines normalen Sportlers über 30 oder 40 sieht oft so aus, dass bei dem Gedanken an schwere Klimmzüge oder Kniebeugen schon vorbeugend die Knie, Schultern und der untere Rücken zu schmerzen beginnen.

Wenn Sie intensiv trainieren und im Fitnessstudio ein fortgeschrittenes Alter erreichen wollen, ohne jeden Morgen völlig erschöpft zu sein, dürfen Sie sich nicht nur auf eine Änderung Ihres Trainings verlassen. Sie müssen Ihrem Körper von innen heraus maximale Pflege zukommen lassen.

Die absolute Grundlage für den Schutz abgenutzter Knorpel, Sehnen und Bänder ist eine erstklassige, umfassende Gelenkernährung. Eine hochwertige Dosis Glucosamin, Chondroitin, MSM und gegebenenfalls Kollagen sorgt dafür, dass Ihre Gelenke „geschmiert“ und selbst für die größte Belastung ohne Entzündungen und Schmerzen gerüstet sind. Und wenn Sie es Dorian gleichtun und auch Ihre allgemeine Vitalität sowie die hormonelle Optimierung fördern möchten (da der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter natürlich sinkt und die Regeneration sich verlangsamt), sollten Sie einen hochwertigen natürlichen Testosteron-Booster mit Kräuterextrakten, Maca oder Tribulus in Ihren Speiseplan aufnehmen. Ihr Körper wird es Ihnen in ein paar Jahren danken.

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Rückentraining: Huberman in der „Muccírna“

Der Hauptgang? Ein Rückentraining, bei dem Yates Huberman nichts geschenkt hat. Keine komplizierten wissenschaftlichen Studien, nur reine Biomechanik und Schmerz. Wenn ihr einen Rücken wie The Shadow haben wollt, vergesst euer Ego und konzentriert euch auf diese Details:

1. Vorermüdung ist der Schlüssel (Pullover)

Yates beginnt an der Nautilus-Maschine.

„Zuerst machen wir die seitlichen Muskeln kaputt, erst dann beziehen wir den Bizeps mit ein. Sonst schummelst du beim Training“, erklärt er.

Wenn ihr keinen Nautilus habt, nehmt die Seilzugmaschine, aber das Prinzip bleibt dasselbe: isolieren, erschöpfen, zerstören.

2. Langsame Ausführung am Seilzug (Lat Pulldown)

Huberman gab sich Mühe, aber Yates bremste ihn aus.

„Langsame Aufwärtsbewegung. Spürst du die Spannung? Lass nicht los.“ Schnelles Zucken bringt nichts.

Der Muskel muss bei jedem Zentimeter der Bewegung leiden.

3. Einarmige Übungen: Atme oder stirb

Bei den einarmigen Klimmzügen in vorgebeugter Haltung machte Yates eine Anmerkung zum Atmen.

„Eile nicht von einer Hand zur anderen. Wenn du außer Atem bist, wird die zweite Serie nichts taugen. Betrachte die linke und die rechte Seite als zwei verschiedene Übungen.“

4. Rudern: Lass die Schultern los!

Der Fehler, den jeder macht? Die Schultern werden nach hinten gezogen. Yates’ Anweisung war klar:

„Lass beim Rudern am unteren Zuggriff die Schultern nach vorne gleiten. Du musst die maximale Dehnung spüren. Erst dann ziehst du zurück.“

5. Die vergessene Übung: Seitheben im Vorbeugen

Während die heutige Generation an den Geräten sitzt, zwang Yates Huberman dazu, Hanteln in die Hand zu nehmen.

„Die hinteren Deltamuskeln trainiert heute niemand mehr mit Hanteln, weil es technisch anspruchsvoll ist. Aber Maschinen bieten dir nicht diese Tiefe.“

Das Urteil der Legende: Die heutige Zeit ist zu weich

Zum Schluss konnte sich Yates einen Seitenhieb auf die aktuelle Mr.-Olympia-Szene nicht verkneifen. Seiner Meinung nach fehlt es den heutigen Champions an Härte, Muskelqualität und dem „Charakter“, den seine Ära auszeichnete.

Was lässt sich daraus mitnehmen? Man muss kein Neurowissenschaftler sein, um Yates’ Botschaft zu verstehen: Trainiert klug, nicht nur hart. Kontrolliert die negative Phase der Bewegung, scheut euch nicht, „sanfte“ Techniken wie Pilates für gesunde Gelenke auszuprobieren, und vor allem: Wenn ihr schon im Fitnessstudio seid, gebt dort 100 %, wie ein Hund, der nur seine Beute im Blick hat.

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