Flex Weekend Pro 2023: Nathan De Asha dominiert den Wettbewerb und fährt zu Olympia! Ergebnisse und Bericht
Obwohl an diesem Wochenende mehrere Rennen für die Profis auf der Jagd nach der Qualifikation für Olympia im November angeboten wurden, entschieden sich zufällig alle namhaften Teilnehmer für das Flex Weekend PRO in Mailand, Italien. Schon beim Blick auf die Startliste muss jedem klar gewesen sein, dass diese Rennen zwar für die Teilnehmer, die noch auf ein Qualifikationsticket warten, sehr hart sein würden, für die Zuschauer aber ein wunderbares Spektakel sein würden. Sehen wir uns in diesem Bericht an, wie es gelaufen ist.
Prognosen vor dem Wettbewerb
Beim Flex Weekend PRO gibt es nur drei Kategorien, nämlich offenes Bodybuilding der Männer, Physique der Männer und Bikini. Dennoch konnte man sich auf einiges freuen, denn allein die erste der genannten Kategorien versprach die Teilnahme von 22 Athleten, unter denen sich auch der tschechische Profi Jan Turek befinden sollte. Honza hatte bereits im letzten Jahr bei der EVLS gezeigt, dass er das Zeug zum Top-Profi hat, aber dieses Mal wird er es wirklich schwer haben.
Ihm im Weg stehen 5 Profis mit Olympia-Erfahrung - und das sind große Namen wie Nathan de Asha, Blessing Awodibu, Regan Grimes, Theo Leguerrier und Andrea Muzi. Und dann ist da noch Roman Fritz, der dank seines Sieges beim Bigman Spain PRO im Juli/August bereits für Olympia qualifiziert ist. Die tschechischen Fans könnten sich auch für den slowakischen Profi Tomas Tabachar interessieren, und obwohl er und Honza überraschen könnten, haben sie auf dem Papier keine großen Siegchancen.
Viele ausländische Kommentatoren erwarteten eher ein Duell zwischen Blessing Awodibu, Regan Grimes und Nathan de Asha. Blessing würde sich nach seinem 4. Platz bei der diesjährigen Chicago PRO sicherlich gerne erholen, und den Fotos auf Instagram nach zu urteilen, sah es so aus, als hätte er an seinen leicht nachlassenden Beinen gearbeitet und würde in großartiger Form auftauchen. Aber die schmale Taille und der monströse Rücken von Regan Grimes sowie die unbestreitbare Erfahrung von Nathan de Asha werden ihm im Weg stehen. Wie auch immer das Rennen ausgeht, es wird eine Freude sein, ihm zuzusehen.
Offene Kategorie
Aus dem ursprünglich 20-köpfigen Starterfeld fielen wie üblich einige Teilnehmer aus, so dass die gesamte Veranstaltung mit einer Vorentscheidung von 19 Kämpfern begann. Da sich unter den fehlenden Athleten keiner der heißen Favoriten auf den Sieg befand, verlief die gesamte Veranstaltung einigermaßen erwartungsgemäß, wobei insbesondere Regan Grimes und Nathan de Asha eine gute Form zeigten. Neben ihnen glänzte aber auch der chinesische Teilnehmer Liang Yan, der vor allem in den unteren Gliedmaßen einen brutalen Muskelaufbau zeigte und mit seiner Präsentation ein wirklich cooles Spektakel bot.
Zur Überraschung der Zuschauer und wahrscheinlich auch seiner selbst erschien er jedoch nicht in der ersten Auswahlrunde. Die Gelegenheit, sich zu zeigen, wurde vielmehr Blessing Awodibu und Roman Fritz gegeben, die im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern bereits eine klare Olympiateilnahme hatten.
Die zweite Berufung gehörte bereits dem bereits erwähnten chinesischen Teilnehmer, zu dem sich unter anderem Theo Leguerrier, Andrea Muzi und Honza Turek gesellten. Im Laufe der nächsten Callouts wurde jedoch deutlich, dass Yan wirklich mehr drauf hat und so trat er im vorletzten Callout neben Blessing und Roman Fritz auf, während der letzte Callout dem bereits erwähnten Paar Regan Grimes und Nathan de Asha gehörte.
Es war ein interessantes Spektakel, schon allein deshalb, weil Nathan auf der Bühne etwas besser vorbereitet war (vor allem im Halbfinale), aber Regan machte das alles mit brutalem Muskelvolumen wett, wie er es vielleicht noch nie in seiner Karriere gezeigt hat. Es war also bis zum letzten Moment unklar, wem die Jury letztendlich den Vorzug geben würde. Nathan de Asha hat sich nicht nur für Olympia qualifiziert, sondern auch das Preisgeld in Höhe von 10.000 US-Dollar mitgenommen, und die Reise des britischen Profis ans andere Ende Europas hat sich zweifellos gelohnt.
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Der zweite Platz ging an Regan Grimes und der dritte Platz ging an Roman Fritz. Der vierte Platz ging an den viel besprochenen Liang Yan, der zeigte, dass er definitiv seinen Platz unter den Profis hat und sich seit seinem Debüt beim letztjährigen Wings Of Strength Pro um drei Positionen verbessert hat. Den Abschluss der Top Fünf bildete Blessing Awodibu, der sich wahrscheinlich mehr von diesem Rennen versprochen hatte, zumal seine Form wie immer sehr gut war. Diesmal reichte es jedoch in der dicht gedrängten Konkurrenz nicht, und sein Scheitern war wohl auch auf ein deutliches und für den Laien sichtbares Ungleichgewicht zwischen linkem und rechtem Bein zurückzuführen, das bei Profirennen leicht den Gesamteindruck trüben kann.
Nach seiner Position im nächsten Rennen zu urteilen, lag Honza Turek irgendwo um den siebten oder achten Platz, um den er mit Tim Budesheim kämpfte. Der slowakische Rennfahrer Tomas Tabachar tauchte schließlich erst in der vierten Ausschreibung auf und es sah so aus, als würde er irgendwo um Platz 15 landen.
| 1. | Nathan De Asha |
| 2. | Regan Grimes |
| 3. | Roman Fritz |
| 4. | Shouming Yan |
| 5. | Blessing Awodibu |
Fotogalerien:
Bikini-Kategorie
In der Bikini-Kategorie belegte Lisa Reith den ersten Platz und verbesserte damit endlich ihre Laune nach vielen nicht so erfolgreichen Rennen in dieser Saison. Mit Ausnahme von T.R.U. Athlete UK PRO, wo sie den zweiten Platz belegte, lag die deutsche Teilnehmerin meist zwischen Platz 5 und 6. Diesmal hat es aber endlich geklappt und auch sie wird die Gelegenheit bekommen, sich bei Olympia im November mit den besten Athleten ihrer Kategorie zu messen.
| 1. | Lisa Reith |
| 2. | Ottavia Mazza |
| 3. | Kristina Brunauer |
| 4. | Welerya Fedorenko |
| 5. | Noemi Cosentino |
Fotogalerie:
Kategorie Physique Männer
Auch in der Kategorie Körperbau gab es eine Reihe großartiger Wettkämpfer, aber der größte Favorit auf den Sieg war Ali Bilal, ein belgischer Wettkämpfer, der ursprünglich aus Afghanistan stammt. Kein Wunder, denn dieser Athlet hat sich auch bei der letztjährigen Olympiade unter den zehn besten Teilnehmern platziert, so dass es für den Zuschauerreiz nur gut ist, dass er auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit bekommt, sich auf der Mr. Olympia-Bühne mit anderen Wettbewerbern zu messen.
| 1. | Ali Bilal |
| 2. | Emile Walker |
| 3. | Lenny Massouf |
| 4. | Mohammad Ali |
| 5. | Adeyemi Awoyemi |
Fotogalerien:
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